Soja

Hochwertiges Eiweiß made in Germany

Vor fünf Jahren lag die Sojaanbaufläche in Deutschland noch bei rund 4.500 ha. 2015 stand schon mehr als dreimal so viel Soja auf unseren Äckern: Auf 17.000 ha wachsen heute heimische Hülsenfrüchte, Tendenz steigend. Das ist ein Beleg dafür, dass die Anbaubedeutung heimischer Eiweißquellen rasant steigt. Anbauer, Tierhalter und Produzenten pflanzlicher Nahrungsmittel setzen auf Protein, das regional produziert wird und damit der hiesigen Wertschöpfung dient.

Diese Entwicklung erfährt eine breite Unterstützung aus allen Lagern: durch die Eiweißinitiative von Bund und Ländern, mithilfe intensiver Züchtungsarbeit und durch umfangreiche Forschung und Praxisversuche an den Landesanstalten. Auch die Praxis wünscht sich vermehrt hochwertiges Eiweiß ohne Gentechnik in den Futterrationen.

Ackerbaulich betrachtet ist die aufgelockerte Fruchtfolge durch die Sojabohne positiv zu bewerten. Nicht zuletzt hat die Möglichkeit, Soja im Rahmen des Greenings auf ökologischen Vorrangflächen zu nutzen, der Kultur zu großem Aufschwung verholfen.

Sojaanbau nicht mehr nur in Gunstlagen

Bislang galt die Sojabohne als heimisch in den typischen Körnermaisregionen, etwa in Österreich, am Oberrhein oder entlang der Donau. Die Pflanze benötigt zur sicheren Abreife ausreichend Wärme und Wasser.

Doch die Züchtung leistet seit einigen Jahren große Fortschritte und entwickelt immer mehr leistungsstarke, frühreife Sorten. 000- und noch frühere Sortentypen passen damit auch in eher untypische Anbaugebiete, etwa in Brandenburg und Niedersachsen.

Als Faustregel für die richtige Sortenwahl gilt:

  • Sorten der Reifegruppe 00 passen dort, wo mittelspäter Körnermais reif wird. In dieser Reifegruppe hat sich ES Mentor mit hohen Proteinerträgen in den letzten Jahren bewährt.
  • Sojasorten aus der Reifegruppe 000 reifen auch in mittelfrühen Körnermaisgebieten. Aus diesem Segment steht die neue EURALIS Sorte ES Comandor 2016 bundesweit in Landessortenversuchen. 2017 wird ES Comandor dem deutschen Markt zum Anbau zur Verfügung stehen.
Lohnt sich die Bohne?

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Soja als Kultur ist, auf geeigneten Standorten, hoch rentabel und kann bei den Deckungsbeiträgen mit Weizen, Körnermais und Raps mithalten. Untersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaſt (LfL) über die Deckungsbeiträge im mehrjährigen Durchschnitt zeigen dies.

 

 

Der kostenlose Stickstofflieferant

In die Deckungsbeitragsrechnung noch gar nicht eingerechnet ist die Vorfruchtleistung der Sojabohne. Bei Folgefrüchten kommt diese umso stärker zum Tragen. Durch ihre Wurzelausbildung beeinflusst Soja die Bodenstruktur positiv und bindet als Leguminose biologisch hochwertigen Luſtstickstoff im Boden. Davon profitieren die nachfolgenden Früchte mit höheren Erträgen und Einsparungen bei Dünger, Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung.

Der phytosanitäre Effekt ist nicht zu unterschätzen: Die Sojabohne unterbricht gerade in Fruchtfolgen mit hohem Getreide- oder Maisanteil Entwicklungszyklen und damit die Vermehrung von Krankheiten und Schädlingen wie dem Maiswurzelbohrer.

Zusammengefasst sind folgende Punkte hauptentscheidend für den erfolgreichen Sojaanbau:
  • Die Wahl eines geeigneten Standorts mit ausreichendem Wärme- und Wasserangebot
  • Die gute Impfung des Saatguts, bei Erstanbau eine sorgfältige Impfung des Bodens
  • Eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung. Standorte mit hohem Distel- oder Windenbesatz scheiden tendenziell für den Sojaanbau aus.
  • Die Wahl einer für den Standort passenden Sorte
  • Regionale Nutzungs- oder Vermarktungswege müssen vorhanden sein. Dazu gehört auch die thermische Aufbereitung für Futtersoja.

Das Sortiment 2019

Mais/Sonnenblume/Soja/Sorghum/Raps

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