Rückblick und aktuelle Situation Maisaussaat 2018

Maisanbaufläche bleibt auch 2018 stabil

In Deutschland wurde in diesem Jahr laut DMK auf ca. 2,611 Mio. ha Mais ausgesät. Somit ist die Maisanbaufläche in 2018 rund 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gründe für den leichten Flächenanstieg liegen vor allem an den regional schlechteren Aussaatbedingungen für Sommergetreide im Frühjahr. So wurde alternativ zu Sommergetreide mehr Mais angebaut. Durch den vielen Regen und niedrige Bodentemperaturen im April hat sich die Aussaat in diesen Regionen stark verzögert. Vielerorts konnte der Mais aufgrund schlechter Befahrbarkeit erst ab Mitte Mai ausgesät werden.

Die dann konstant warme, wüchsige Witterung mit teils hohen Nachttemperaturen im Mai förderte das Maiswachstum, so dass die Bestände sich schnell und gut entwickeln konnten. Ein paar Auflauf- und Entwicklungsschwierigkeiten gab es lediglich dort, wo das Wasser fehlte und kein kapillarer Wasseranschluss im Boden vorhanden war. Hiervon waren vor allem Regionen im Süden betroffen, wo es von Anfang April bis Mitte Mai nicht geregnet hatte.

Nachauflaufbehandlung mit Herbiziden schwierig

Blattschädigung durch Pflanzenschutz (Quelle: EURALIS Saaten GmbH)

Durch die extensive Sonneneinstrahlung und die fehlende Wachsschicht bei den Maisblättern gestaltet die Nachauflaufbehandlung mit Herbiziden schwierig, da sie nicht optimal durchgeführt werden konnte. Auf einigen Flächen, die mit Sulfonylharnstoffhaltigen Präparaten behandelt wurden, sind daher oftmals Herbizidschäden bzw. leichte Wachstumsdepression zu finden. Abhängig vom Aussaattermin und von der Anbauregion befindet sich der Mais aktuell im 8. Bis 10. Blattstadium und auf den sehr früh gesäten Standorten kurz vor dem Rispenschieben.

Maisschädlinge sind dieses Jahr früher aktiv

Eigelege des Maiszünslers (Quelle: EURALIS Saaten GmbH)

Von den hohen Temperaturen vor allem in dem zweiten Maihälfte profitierten auch die Maisschädlinge wie z.B. der Maiszünsler, der in diesem Jahr sieben bis zehn Tage früher aktiv war als in den Vorjahren. In Deutschland ist der Maiszünsler zum einen der wichtigsten Maisschädling geworden und sorgt für mäßige bis große Schäden in alle Maisanbauregionen Deutschlands. Insbesondere in den Regionen wo der Maiszünsler stark etabliert ist, ist jeder Maisanbauer gut beraten seine Bestände nach Eiablage zu kontrollieren und die Warndiensthinweise zu befolgen. Bereits 10 bis 14 Tage nach der Eiablage schlüpfen die ersten Raupen, die sich erst von Blattgewebe ernähren und später in den Maisstängel einbohren.

 

 
Für die Bekämpfung stehen Landwirten mechanische, chemische sowie biologische Verfahren zur Verfügung

Durch das frühzeitige Stoppelmanagement nach der Ernte mit der Zerkleinerung und Einarbeitung der Maisstoppel werden die Überwinterungsmöglichkeit für den Maiszünsler gestört und das Ausbreiten der Zünslerpopulationen eingedämmt. In Regionen mit starkem Befall wird der Zünsler auch chemisch mit Insektiziden bekämpft. Der Insektizid-Einsatz findet in der Regel zum Zeitpunkt der Eiablage statt und kann erst nach Warndienstaufruf eingesetzt werden. Für die Zünslerbekämpfung in der späteren Maisentwicklung empfiehlt sich das biologische Verfahren mit Schlupfwespen-Trichogramma, die in Form von kleinen Kugeln ins Feld verteilt werden. Die Schlupfwespen sind ein natürlicher Feind des Maiszünslers. Diese parasitieren die Maiszünsler-Eigelege und stoppen die Maiszünsler-Entwicklung. Aus dem Maiszünsler-Eigelege schlüpfen zum späteren Zeitpunkt mehrere Generationen an Schlupfwespen. 

Trockenheit auf dem Maisfeld (Quelle: EURALIS Saaten GmbH)

Aktuell fehlt in manchen Regionen das Wasser für eine optimale Maisentwicklung. Die Wetterprognose des Langfristmodells geht von einem warmen Juli und leicht negativer Niederschlagsmenge für den Monat aus. Bestätigt sich diese Wetterprognose, kann sich Situation auf vielen Standorten deutlich verschärfen. Die Wetterentwicklung in den kommenden Tagen wird für eine gute Ertragsbildung entscheidend sein.

 

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