Sorghum zur Nutzung im Silo

Die Vielfalt bei Sorghumhirsen ist sehr groß. Es gibt Sortentypen die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und ihres Nährwerts ein ausgezeichneter Ersatz oder Zusatz für Silomais sind.

Was ist alles möglich?

Sorghum ist an trockene Gebiete angepasst: Aufgrund des fein verzweigten und tief reichenden Wurzelsystems besitzt Sorghum ein hervorragendes Wasseraneignungsvermögen. Nicht die Wassernutzungseffizienz, sondern das bessere  Bodenwasseraneignungsvermögen ist ausschlaggebend für die Ertragsüberlegenheit von Sorghum in Trockenjahren und ist daher eine echte Alternative zu Silomais, die keine Risiken im Hinblick auf die Fütterung des Viehs birgt. Zudem besitzt Sorghum die Fähigkeit, das Wachstum bei Trockenheit zu unterbrechen und bei geeigneten Bedingungen wieder aufzunehmen.

Im Fokus der Fütterung: BMR Typen

Die Abkürzung BMR steht für Brown–Mid–Rib. Zu erkennen sind diese Sortentypen an der braun gefärbten Mittelrippe des Blattes. Die BMR-Typen sind aufgrund einer natürlichen genetischen Mutation entstanden und besitzen das BMR-Gen und damit einen deutlich geringeren Lignin-gehalt. Durch den geringen Ligningehalt und den geringen Gehalt an an-deren Gerüstfraktionen gelten diese Sorghumtypen als hoch verdaulich.

Inzwischen ist es gelungen, die BMR-Typen züchterisch so zu bearbeiten, dass eine Kombination aus guter Standfestigkeit und hohem Futterwert entstanden ist. Die BMR-Typen weisen eine geringere Wuchshöhe (bis zwei Meter) im Vergleich zu den vier bis fünf Meter hohen Biomassetypen auf, um die Standfestigkeit zu gewährleisten.

Es werden BMR-Typen mit und ohne Körner (sterile männliche Pflanzen, PPS) unterschieden. PPS-Sorten sind photoperiodisch sensitiv, was bedeutet, dass sie erst unter Kurztagsbedingungen in die generative Phase (Rispenschieben) gelangen. Diese Sorten sind sehr spät reif und haben in Deutschland bisher keine Anbaubedeutung.

Hinsichtlich des Futterwerts liegt der Unterschied zwischen BMR-Typen mit und ohne Körner hauptsächlich im Stärkegehalt und im Gehalt löslichen Zuckers. BMR-Typen ohne Körner weisen sehr geringe Stärkegehalte und niedrige Energiedichten auf. Im Vergleich dazu kann der Stärkegehalt bei Typen mit Körnern je nach Kornfüllung zwischen 5 – 25% der TM liegen. Bei optimaler Reife ist der Energiewert von BMR-Typen mit Kornausbildung identisch mit dem von Mais. Aufgrund der höheren Verdaulichkeit der Faserbestandteile gibt es positive Auswirkungen auf die Futtereffizienz.

Beide Typen sollten bei mindestens 25 % TM geerntet werden. Einen Überblick über die zur Fütterung und Silierung geeigneten Sorghumtypen findet sich in der folgenden Tabelle:

Sorghum in der Silonutzung zur Fütterung

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