Anbautipps Sonnenblume

Standortansprüche
  • Geeignet für alle Böden, auch leichte Standorte, dank guter Trockenheitsverträglichkeit
  • Gute Durchwurzelbarkeit, keine Bodenverdichtung
  • Spätfrostverträglichkeit der jungen Sonnenblume bis -5 °C
  • Wasserbedarf von etwa 450 mm Niederschlag/Jahr; generell gelten Sonnenblumen als trockentolerant
Fruchtfolge
  • Vorfrucht: Getreide, auch Mais und Hackfrüchte
  • Leguminosen, Grünlandumbrüche und Feldgemüse sind nicht als Vorfrucht geeignet, da aufgrund der hohen N-Mengen eine verzögerte Reife und ein verstärkter Krankheitsdruck zu erwarten sind
  • Anbaupause nach Sonnenblume: 3–4 Jahre; Raps in der Fruchtfolge beachten
Bodenbearbeitung und Aussaat
  • Mulchsaaten auf Standorten mit Wasserknappheit und Erosionsgefahr
  • Das Saatbett sollte in möglichst wenigen Arbeitsgängen erstellt werden, um Verdichtungen zu vermeiden
  • Voraussetzung für einen homogenen Feldaufgang ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett
  • Aussaat von Anfang bis Mitte April, ab einer Bodentemperatur von 6–8 °C
  • Saattiefe: 3–5 cm
  • Einzelkornsaat mit 45–60 cm Reihenabstand
  • Bestandesdichten: sortentypisch, nach Züchterempfehlung
  • Auch konventionelle Drilltechnik möglich
Düngung
  • Die Ausbringung der Grunddünger sollte bereits im Herbst erfolgen:
    P2O5: 80–100 kg/ha
    K2O: 120–160 kg/ha
    MgO: 40–80 kg/ha
  • Sonnenblumen haben einen hohen Borbedarf; deshalb sollte insbesondere auf basischen, leichten und sandigen Böden auf die Borversorgung geachtet werden
  • Einsatz von flüssigem Blattdünger im 6- bis 8-Blatt-Stadium (z. B. Yara Vita Raps FL) zur Ertragssteigerung unter Stressbedingungen; bei guten Bedingungen nicht notwendig
  • Bei der N-Düngung ist Vorsicht geboten, da zu hohe N-Mengen zu einer verzögerten Abreife und einem erhöhten Krankheitsdruck führen. Auf organische N-Düngung sollte ganz verzichtet werden
  • Auf organische Dünger möglichst verzichten bzw. Empfehlungen einholen; auf leichtesten Böden zur Erhöhung der Wasserhaltekapazität möglich
  • N-Bedarf = Ertragsziel x 2,5–4,5 kg/ha, je nach Region
  • N-Düngung nicht über 80 kg/ha zur Saat
Pflanzenschutz
  • Beizung – Zur Absicherung gegen Auflaufkrankheiten und falschen Mehltau
  • Herbizideinsatz – Zur Bekämpfung stehen derzeit ausschließlich Produkte im VA-Verfahren zur Verfügung,
    z. B. Stomp (4,0–5,0 l/ha) oder Bandur (3,5–4,0 l/ha); auch eine Kombination wird empfohlen
  • Fungizideinsatz – Zulassung von Cantus Gold zur Sklerotiniabekämpfung oder Vorsaateinarbeitung von 2–4 kg Contans WG (aktuelle Empfehlungen der Ämter beachten!)
  • Schneckenabwehr – Gerade bei Mulchsaaten ist Schneckenbefall zu beachten! Bekämpfung mit metaldehydhaltigen Präparaten oder mit Kalkstickstoff (2-3 dt/ha vor der Aussaat bei trockenen Bedingungen)
Ernte

Die Druschreife von Sonnenblumen ist ab unter 10 – 12 % Feuchtigkeit erreicht. Optimale Druschbedingungen sind bei neun Prozent Wassergehalt gegeben. Da Sonnenblumenkörbe von außen nach innen abreifen, ist es wichtig, mehrere mittlere Proben zur Ermittlung der Feuchtigkeit zu ziehen.

Um Ernteverluste auf dem Feld zu vermeiden, ist die angepasste Einstellung des Mähdreschers wichtig. Vor dem Mähbalken werden sogenannte „Schiffchen“ angebaut, die dazu dienen, den Korb am Stängel direkt in die Richtung des Schneidwerkes zu führen, sodass Korbverluste vermieden werden. Die Stängel werden hoch abgeschnitten, da verholzte Stängelreste den Mähdrescher verstopfen können. Eine optimale Einstellung der Dreschtrommel sorgt für ein Minimum an Bruchkorn sowie geschälten Körnern und ein Maximum an ganzen Körnern bei 350 – 450 U/Min (bei großen Körnern etwas weniger).

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