Rapszüchtung

Neuausrichtung der Rapszüchtung für hochleistungsfähige Hybridsorten

Im Jahr 2007 hat EURALIS seine Rapszüchtung neu ausgerichtet, um seine Position zu stärken und in 13

Thomas Foubert, Leiter der EURALIS Rapszüchtung

europäischen Ländern eine Reihe von hochleistungsfähigen Rapshybriden anbieten zu können. Wie arbeiten die Teams, welche Züchtungsmethoden werden angewandt und was ist das Besondere an diesem Netzwerk?

  • 50.000 Versuchsparzellen in ganz Europa
  • 10.000 neue Rapslinien werden jährlich in den Zuchtgärten beobachtet
  • 3.000 – 4.000 Rapshybriden werden jährlich im europäischen Versuchswesen getestet
Thomas Foubert, Leiter der EURALIS Rapszüchtung, erzählt uns mehr:

Die Neuausrichtung des Züchtungsprogramms begann 2007. Wie hat es sich so erfolgreich entwickelt?

Wir haben nicht bei null angefangen, da seit Anfang der 1980er Jahre ein Züchtungsprogramm bestand. Wir können also auf langjährige Erfahrungen in der Rapszüchtung zurückgreifen und das Fachwissen unserer Teams war die Grundlage für die Neuausrichtung des Zuchtprogramms. Wir haben ein großes Netzwerk von rund einem Dutzend Zuchtstationen in ganz Europa, mit der notwendigen technischen Ausrüstung und Teams, die die biochemischen und molekularen Analysen durchführen können.

Können Sie uns etwas über die Züchtungsgeschichte für die Hybriden der P3 Generation erzählen?

EURALIS Züchtungsfeld

Das im Jahr 2007 ins Leben gerufene Rapszüchtungsprogramm von EURALIS ist aufgrund der umfassenden Koordinierung des Selektionsprozesses in ganz Europa etwas Besonderes. Die Versuche haben sich verdoppelt und 2017 hatten wir in Europa mehr als 50.000 Versuchsparzellen. Mit sechs Zuchtstationen in Frankreich, Deutschland, Polen und der Ukraine können wir alle unsere Elternlinien sowie alle Hybriden in verschiedenen Umgebungen testen. Eine weitere Besonderheit ist, dass wir die Stärken jeder europäischen Region zum Vorteil für alle anderen Regionen nutzen. Zum Beispiel zeigt eine Hybride in der Vertriebseinheit Central Europe bereits im ersten Jahr ihre Winterhärte. Wenn wir die gleiche Hybride nur in Frankreich getestet hätten, müssten wir zehn bis 15 Jahre warten, um die Leistung unter solchen extremen Bedingungen bewerten zu können. Wir verfolgen den gleichen Ansatz für Krankheiten und so wird das Verhalten von Hybriden unter den für bestimmte Krankheiten günstigsten Entwicklungsbedingungen analysiert.

Welche Methoden werden zur Steigerung der Züchtungsleistung eingesetzt?

Die Biotechnologie wurde so schnell wie möglich in unser Züchtungsprogramm aufgenommen. Zum Beispiel verwenden wir seit mehr als 20 Jahren Haplodiploidisierungstechniken. Dies garantiert echte Zeitersparnis. Darüber hinaus haben wir sehr früh in molekulare Marker investiert, die sich in den letzten Jahren wirklich entwickelt haben. Diese Techniken haben wir routinemäßig in unser Zuchtprogramm integrieren können.

Wie schätzen Sie die Erwartungen an die Produktionskette ein?

Rapszüchtung

Natürlich hören wir auf die Märkte, um unsere Züchtung besser zu steuern. Die Herausforderung besteht darin, in jedem Programm so viele Zielsetzungen wie möglich zu bearbeiten. Wenn zum Beispiel morgen ein bestimmtes Zuchtkriterium notwendig wird, müssen wir bereit sein. Es gibt hohe Erwartungen sowohl seitens der Gesellschaft als auch seitens der Landwirte, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren oder ganz zu eliminieren.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Biogemma, in der die Forschungsarbeit von drei Saatzuchtunternehmen gebündelt wird, konzentrieren sich unsere Arbeiten auf die Krankheitstoleranz, insbesondere gegen Sklerotinia, und die Stickstoffeffizienz. Mittelfristig hoffen wir, Sklerotinia-Resistenzfaktoren in unsere Hybridsorten einzüchten zu können.

Unsere Hybriden der P3 Generation erfüllen die zukünftigen Anforderungen der Landwirte. In Anbetracht der Bedrohung durch Phoma bieten wir als eine der wenigen Züchtungsunternehmen Rapssorten mit doppelter spezifischer Resistenz gekoppelt mit quantitativer Resistenz an.

Raps

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Raps

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