Nach der Ernte ist vor der Aussaat

Die Gerste-, Raps- und auch Weizen-Felder sind mittlerweile abgeerntet und die Aussaat der folgenden Kulturen steht an.

Raps wird im Vergleich zu anderen Winterkulturen sehr früh ausgesät (Ende August bis Anfang September), da die Pflanzen eine gute Vorwinterentwicklung erreichen müssen, um eventuellen Kälteperioden zur kalten Jahreszeit entgegenwirken zu können. „Brassica napus“, wie der Raps mit botanischem Namen heißt, wird häufig in eine sehr getreidelastige Fruchtfolge eingestellt, da die Blattfrucht die Übertragung zahlreicher typischer Pathogene von Getreiden unterbricht.

Vor der Aussaat muss beim Raps auf eine gute Saatbettvorbereitung geachtet werden. Die Bodenstruktur sollte möglichst feinkrümelig für einen guten Bodenschluss sein. Die Bodenbearbeitung sichert somit eine gute Verfügbarkeit von Wasser zur Keimung und später zum Erreichen hoher Erträge. Der Raps als Pfahlwurzler reagiert sehr empfindlich auf Strukturschäden im Boden. Deshalb sollten Verdichtungen, Staunässe und Strohmatten im Wurzelbereich vermieden werden.

Zur Aussaat selbst muss auf die Ablagetiefe der Körner geachtet werden. Als Lichtkeimer kann die Saat bei optimalen Bedingungen in einer Tiefe von 1 – 1,5 cm abgelegt werden. Bei trockneren Verhältnissen in der obersten Bodenschicht empfiehlt sich eine Ablage in 3 cm Bodentiefe. Jedoch sollte nicht zu tief ausgedrillt werden, da sonst die Anzahl gekeimter Körner abnimmt und es zu einem lückigen Feldaufgang kommen kann. Je nach Aussaatzeitpunkt muss die Aussaatmenge angepasst werden. Bei früher Aussaat ist eine Bestandsdichte von 40-50 Pflanzen/m2 anzustreben. Fällt die Aussaat auf einen späteren Zeitpunkt, sollte die Bestandsdichte auf 50-60 Pflanzen/m2 erhöht werden. Je nach Region und Boden ist die richtige Sortenwahl nach Reifetyp und Nutzung von essentieller Bedeutung und entscheidet über den späteren Ertrag.

Rapsaussaat

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