Ökologischer Maisanbau

Bio-Körnermais liefert unter den Bedingungen des ökologischen Anbaus hohe Erträge. Die Kombination aus hohen Er-trägen und hohen Marktpreisen macht Bio-Körnermais im Vergleich zu Winterweizen leistungsfähiger. Insbesondere die Tropical Dent-Genetik® ermöglicht die Züchtung von hoch ertragreichen und stabilen Sorten.

Fruchtfolge

Durch den hohen Stickstoffbedarf von 110 kg eignet sich der Anbau am besten nach zweijährigem Kleegras oder nach einer Leguminose, wie Ackerbohne oder Erbse.
Mais ist weitgehend selbstverträglich. Aus Sicht der Unkrautunterdrückung ist es jedoch ratsam eine Anbaupause von mehreren Fruchtfolgegliedern einzuplanen, um den Besatz auf einem stabilen Niveau zu halten.

Saatbettbereitung

In der Regel findet im Herbst oder im Frühjahr eine Bodenbearbeitung mit dem Pflug statt. Wichtig ist ein lockeres Saatbett, damit dem Mais optimale Wachstumsbedingungen zur Verfügung gestellt werden.

Saatzeitpunkt

Von Ende April bis Mitte Mai wird Bio-Mais ausgesät.
Der Boden muss gut abgetrocknet sein und sollte in einer Tiefe von 5 cm eine Temperatur von 10 °C aufweisen. Eine frühe Aussaat bringt durch den längeren Vegetationszeitraum Vorteile in Qualität und Ertrag mit sich. Eine späte Aussaat hat eine schnelle Jugendentwicklung zur Folge und dadurch einen Konkurrenzvorteil gegenüber Unkräutern (und Beikräutern).

Saatdichte und Saattiefe

Da durch die mechanische Unkrautbekämpfung (Striegeln und Hacken) Maispflanzen beschädigt werden können, sollte eine Aussaatstärke von 10-11 Pflanzen pro m2 eingehalten werden. Die Aussaattiefe beträgt auf leichten Böden 5-6 cm und auf schweren Böden 4 cm. Eine zu tiefe Ablage in schweren Böden kann zu Verzögerungen im Auflauf führen.

Unkrautbekämpfung

Striegeln

  • Blindstriegeln bei Kornablage in 4-5 cm Tiefe
  • Zweite Striegelmaßnahme im Drei- bis Vierblattstadium; nachmittags wenn die Pflanzen flexibel sind und so weniger Schaden im Bestand verursacht wird

Hacken

  • Erste Maßnahme mit Hohlscheiben wenn die Pflanzen 5 cm hoch sind
  • Ab einer Höhe von 30 cm kann der Mais bei weiteren Maßnahmen angehäufelt werden, um so Unkräuter in der Maisreihe zu verschütten

Schädlingsregulierung

Drahtwürmer

  • Kein Maisanbau nach dreijährigem Kleegras; bei großem Druck/Befall schon nach dem ersten Jahr Kleegras den Bestand umbrechen

Maiszünsler

  • Maisstoppeln direkt nach der Ernte mulchen
  • Tiefes Einpflügen der Erntereste
  • Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen am besten aus der Luft mit einer Drohne
Anbauprozess Bio Mais

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