Was ändert sich durch die Novellierung der Düngeverordung (DüV)

Der Düngebedarf muss vor der Düngung für jeden Schlag bzw. jede Bewirtschaftungseinheit ermittelt werden. Dieser darf nicht ohne Weiteres überschritten werden.

Für Stickstoff und Phosphor erfolgt die Ermittlung durch die Sollwertmethode.

Sollwert: 

erforderlicher N-Bedarf in kg/ha bei langjährig erzielten Erträgen und Rohproteingehalten (diese sind bundeseinheitlich festgelegte Stickstoffbedarfswerte)

Abzüglich:

  • Nmin -Gehalt im Frühjahr (0–60 cm Bodentiefe)
  • N-Lieferung aus Ernteresten der Vor- und Zwischenfrucht
  • Zu- und Abschläge

Obergrenze von 170 kg N/ha (einbezogen werden alle organisch/organisch-mineralischen Düngemittel sowie N-Anteile im Gärrest). Eine Derogationsregelung wird für Grünland angedacht.

Die Nährstoffüberschüsse werden verringert:

  • für Stickstoff von 60 auf 50 kg N/ha und Jahr (Durchschnitt der letzten drei Düngejahre)
  • für Phosphat von 20 auf 10 kg P2O5/ha und Jahr (Durchschnitt der letzten sechs Düngejahre)

Ist der Phosphatgehalt je 100 g Boden (CAL Methode) überschritten, ist eine Phosphatdüngung höchstens bis zur Höhe der voraussichtlichen Phosphatabfuhr zulässig.

Abstandsauflagen für das Ausbringen N- und P-haltiger Düngemittel von 1 m an Gewässern. Ab 10 % Hangneigung müssen 5 m Abstand eingehalten werden.

Veränderte Sperrfristen

  • Auf Ackerland: ab Ernte der Hauptfrucht bis 31.01. des Folgejahres; Ausnahme für Raps, Zwischenfrüchte und Feldfutter (bei Aussaat bis 15.09.), für Wintergerste nach Getreide ab 01.10., jedoch nicht mehr als 60 kg Gesamt-N/ha.
  • Auf Grünland: vom 01.11. bis 31.01.
  • Festmist, Gärreste und Kompost haben eine Sperrfrist vom 15.11. bis 31.01.

Ausbringung von N- und P-haltigen Düngemitteln auf aufnahmefähigen Böden

Kein Ausbringen auf wassergesättigten, überschwemmten, gefrorenen und schneebedeckten Böden. Bis zu 60 kg Gesamt-N / ha sind möglich, wenn:

  • der Boden seine Aufnahmefähigkeit durch Auftauen am selben Tag wieder erlangt
  • das Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder benachbarte Flächen nicht gegeben ist
  • der Boden eine Pflanzendecke aufweist
  • anderenfalls die Gefahr von Bodenverdichtung und Strukturschäden durch das Befahren besteht

Ausbringungstechnik 

Ab Februar 2020 ist die Ausbringung von flüssigen organischen/organisch- mineralischen Düngemitteln auf bestelltem Ackerland nur noch mit Schlepp-schlauch, Schleppschuh oder Injektoren erlaubt. Für Grünland gilt dies ab Februar 2025. Ausnahmen sind möglich.

Lagerkapazitäten für flüssige Wirtschaftsdünger umfassen weiterhin sechs Monate. Ab 2020 müssen Betriebe ohne eigene Ausbringungsfläche oder >3 GVE/ha eine Lagerkapazität von 9 Monaten vorhalten.
Für Festmist ist eine Lagerkapazität von vier Monaten festgelegt. 

Das Sortiment 2019

Mais/Sonnenblume/Soja/Sorghum/Raps

[PDF Download]

Preisliste 2019

Beraterkarte

Finden Sie hier Ihren EURALIS Berater in der Nähe

Praxis-Tipps

Lesen Sie landwirtschaftlich Interessantes

Das Keimblatt

Die Zeitung für unsere Kunden zum Lesen und Bestellen

Newsletter

Melden Sie sich für unseren Newsletter an