Das Maisjahr 2019 und die Herausforderungen für die Aussaat 2020

Die europäischen Länder haben die Ertragserwartung für die Maisernte 2019 der vorherigen Monate verworfen und nach unten korrigiert. So lautet das Fazit des European Maize Meeting im September in Nottingham, UK. Die EU-Kommission rechnet mit einem durchschnittlichen Ertrag von 79,3 dt/ha, welches aber noch in den Fünfjahresschnitt fällt. Dabei ist die Anbaufläche in den meisten mitteleuropäischen Ländern leicht gestiegen.

Für das Jahr 2020 gilt es, das in den letzten Jahren gewonnene Wissen anzuwenden.

In Deutschland wurde eine klare Steigerung der Maisanbaufläche erwartet, aufgrund der schlechten Rapsbestellung 2018. Aktuell liegen die Schätzungen bei 2,66 Millionen Hektar. Das ist ein Plus von 1,7 %, wobei die Körnermaisanbaufläche etwas stärker gestiegen ist.

Das Wetter wurde unterschätzt

Die Wetterumschwünge wurden in Deutschland vielerorts unterschätzt. Die meisten Landwirte haben vor Ostern ihre Maisflächen bestellt. Als es nach Ostern noch einmal kalt wurde, erlitten viele Maisbestände Kälteschäden. Eine Bodentemperatur von über acht Grad war nicht konstant in allen Regionen gegeben. Nach dem holperigen Start entwickelten sich die Maisbestände sehr heterogen. In vielen Teilen Deutschlands blieb der Niederschlag während der Blüte aus. Eine uneinheitliche Befruchtung war die Folge.

Die Sortenwahl ist regional anzupassen

Für das Jahr 2020 gilt es, das in den letzten Jahren gewonnene Wissen anzuwenden. Die Sortenwahl ist regional anzupassen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Toleranz gegenüber abiotischem Stress liegen. Trockenperioden, späte Fröste und Niederschlag im Überfluss wird es durch den Klimawandel auch in den kommenden Jahren geben. Die Maisaussaat ist temperatur- und nicht datumabhängig! Daher sollte für die kommende Aussaat im Frühjahr 2020 unbedingt auf den Witterungsverlauf vor und nach der Aussaat geachtet werden. Durch den Wegfall der Insektizid-Beize Mesurol ist eine Anpassung der Aussaattermine gerade in den gefährdeten Regionen dringend notwendig. Hier können spätere Aussaaten das Risiko von Fritfliegen-Befall minimieren, da bei konstant ansteigenden Temperaturen ein schneller Feldaufgang und eine gute Jugendentwicklung des Maisbestands gefördert wird.

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