Aussaat und Auflaufen

Der Trend zu frühen Aussaatterminen im Maisanbau ist ungebrochen. Jedoch sollte jeder den eigenen Aussaattermin kritisch hinterfragen.

Oft  sind frühe Termine mit einem hohen Risiko verbunden. Auch das Säen nach Datum birgt Gefahren. Es ist vielmehr entscheidend, wie die Witterung zur Aussaat und in der Periode danach ist. Witterung und Bestellung müssen aufeinander abgestimmt sein. Hinweise kann der Deutsche Wetterdienst geben, der für Fachnutzer des Agrarbereichs umfangreiche Daten zu Bodentemperatur und -feuchte sowie Wetterstationen aufweist (www.dwd.de).

Auswirkungen der Witterung

Mais als wärmeliebende Kultur braucht Bodentemperaturen von 8 – 10 °C für eine erfolgreiche Keimung und einen zügigen Feldaufgang.

Erfolgt die Maisaussaat in einer Kälteperiode, bleibt die Keimung zunächst aus. Hier verfällt der Mais in eine Keimruhe, die anhält, bis die Temperaturen wieder steigen. Kommt es jedoch bereits zum Quellen/Keimen der Körner durch Feuchtigkeit, können Keimlingsausfälle und Triebkraftverluste des Saatguts die Folge sein. Oft sind dann lückige und ungleichmäßige Bestände das Resultat.

Sollte es zu einem Kälteeinbruch nach der Aussaat kommen oder sollten die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sehr groß sein, kann der Keimling verdrehen (Korkenzieherbildung). Auch der Beizschutz kann verloren gehen, wenn das Saatkorn längere Zeit einer feuchtkühlen Witterung ausgesetzt ist. In diesem Fall können Auflaufkrankheiten zum Problem werden. Bei anhaltender Nässe durch z.B. starke Regenfälle kann es zu ähnlichen Effekten kommen. Besonders in den ersten zwei Tagen nach der Aussaat ist die Witterung von entscheidender Bedeutung.

AUF EINEN BLICK

Frühe Aussaattermine

  • Frühe Trockenphasen eignen sich bestens für die Bodenbearbeitung
  • Der Mais kann bei anhaltender Trockenheit die Restfeuchte aus den Wintermonaten für den Feldaufgang nutzen 
  • Längere Vegetationszeit bei früherer Aussaat
  • Verzögerter oder lückiger Feldaufgang bei zu niedrigen Bodentemperaturen (Mais benötigt 8–10 °C)
  • Verzögerte Jugendentwicklung
  • Ungleichmäßige Bestände 

Späte Aussaattermine

  • Warme Böden mit schneller Keimung und zügiger Jugendentwicklung
  • Homogene, vitale Bestände 
  • Verkürzte Vegetationszeit mit möglichen Ertragseinbußen

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