Aktuelle Situation Maisernte 2018

Die Maisbestände in diesem Jahr reifen deutlicher früher ab.

Die anhaltende trockene und warme Witterung sowie die starke Sonneneinstrahlung der letzten Monate führen dazu, dass die Maisbestände in diesem Jahr deutlicher früher abreifen. Daher gehen die Einschätzungen der Landesdienststellen von einer drei bis vier Wochen früheren Maisernte als im Durchschnitt der vergangenen Jahre aus. Allerdings unterscheiden sich die Maisbestände regional sehr stark. Das hängt maßgeblich vom Wasserangebot und der Bodenart der einzelnen Standorte ab, die vor allem die Bestandsentwicklung, Kolbenbildung und Wuchshöhe maßgeblich beeinflusst haben.

Auf Flächen mit guter Wassernachlieferung steht der Mais insgesamt noch gut da. Anders sieht es aber auf den leichten sandigen Böden aus. Hier hat das Wachstum stark unter der Trockenheit gelitten und die Bestände sind regelrecht vertrocknet. Teilweise liegen nur ein paar Meter zwischen gut und schlecht. Eine innerbetriebliche Differenzierung der Abreife bzw. die Einhaltung eines optimalen Erntetermins ist daher schwer realisierbar. Da der Zustand der einzelnen Maisbestände auf kurzen Distanzen stark unterschiedlich ist, sollte bei der Ernteplanung die Situation der einzelnen Fläche betrachtet und abgewogen werden. Generell richtet sich der optimale Erntezeitpunkt für Silomais nach dem TS-Gehalt der Gesamtpflanze und liegt zwischen 30 – 35 % TS. Ist die Restpflanze noch einigermaßen grün, lohnt es sich noch abzuwarten, damit der produzierte Zucker im Kolben zu Stärke umgelagert wird.

Allerdings zeigen die Reifenprognosen der Landesdienststellen, dass die Abreife bis Ende August so fortgeschritten ist, dass die meisten Bestände abgeerntet werden können.

Erste Maisbestände wurden bereits Anfang August geerntet:

In vielen Regionen war die Wasserversorgung schon sehr früh eingeschränkt. Infolgedessen hat die pflanzliche Entwicklung stark unter der Trockenheit gelitten. Teilweise sind die Kolben aufgrund des Wassermangels zur Blüte nur schlecht oder gar nicht ausgebildet. Somit müssten viele Maisfeldern vorzeitig gehäckselt werden. Besonders stark betroffen sind früh trockenheitsgeprägte Regionen wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und nördliches NRW.

Leider blieb auch im August der Regen in vielen Regionen Deutschlands so gut wie weg bzw. die gefallenen Mengen haben nicht zu einer Verbesserung der Situation beigetragen. Unterdessen wird das Futter in vielen Milchviehbetrieben von Tag zu Tag knapper. Um die entstehenden Futterdefizite zu minimieren, häckseln viele Betriebe den Mais vorzeitig ab und säen auf die frisch abgeerntete Maisfläche Ackergras. Damit hoffen die Betriebe, noch vor dem Winter einen guten Grasschnitt abzuernten.

USERE EMPFEHLUNG:

  • Vertrocknete Pflanzen, die kein Potential zu weiteren Pflanzenentwicklung haben, sollten umgehend geerntet werden, um noch einen akzeptablen Futterwert und gute Verdichtung zu erreichen.
  • Kolbenlose Bestände erreichen häufig nicht die optimale Trockensubstanzgehalte und es muss trotz Trockenschäden mit Sickersaftbildung gerechnet werden. Hier empfiehlt sich eine grobe Häckselstruktur, um Sickersaft zu vermeiden.
  • Bei hohen Zuckergehalten in der Restpflanze bzw. stark vertrockneten Maisbeständen ist der Zusatz von Siliermitteln zu empfehlen, um eine sichere Gärstabilität zu erreichen.
  • Bei nicht ganz vertrockneten Pflanzen bzw. noch grünen Restpflanzen sollte abgewartet werden, da sich noch Ertrag bilden kann und der pflanzliche Zucker im Kolben zu Stärke im Kolben umgewandelt wird.

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