Gülle-Strip Till im Mais

Streifenlockerung + Injektion der Gülle

Hinter dem Begriff „Strip-Till“ versteckt sich nichts anderes als ein Streifensaatverfahren mit der Möglichkeit zur Unterfuß-/ Unterflurdüngung. Dabei kann diese Art der Bodenbearbeitung und Düngung zu einer höheren Wasser- und Nährstoffeffizienz im Maisanbau beitragen.

Besonders durch die anstehende Novellierung der Düngeverordnung und damit einhergehend striktere Düngevorgaben bietet das Strip-Till Verfahren eine Möglichkeit die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen und den Geldbeutel zu schonen. Dabei kombiniert Strip-Till oder Strip-Tillage die Vorteile der Direktsaat mit der krumentiefen Bodenlockerung.

Lediglich in den künftigen Saatreihen wird der Boden gelockert. Der Rest des Bodens bleibt unbearbeitet und von Pflanzenresten bedeckt. Im Vergleich zum gängigen Mulchsaat- oder Pflugverfahren wird die Arbeitszeit und der Kraftstoffverbrauch reduziert.

Die von Pflanzenresten befreiten Streifen können im Frühjahr schneller Abtrocknen und erwärmen sich dadurch schneller. Der unbearbeitete Ackerteil hat durch die Mulchauflage einen Erosions- und Verdunstungsschutz, was zu einer Verbesserung der Wassernutzung führt. Zudem wird die Infiltration des Bodens verbessert und ein geringerer Teil des Wassers geht durch Oberflächenabfluss verloren.

Auf diese Weise können im Winter große Wassermengen in die tiefen Schichten den Bodens gelangen und im Frühjahr/Sommer Trockenphasen überbrücken. Vorstellen kann man sich dies als eine Art Wasserreserve die über den Winter angelegt wird.

Beim Einsatz des Strip-Till Verfahrens ist auf Präzision zu achten, sodass der Einsatz eines GPS-Geräts ratsam ist. Besonders im absetzigen Strip Till Verfahren ist es für eine präzise Aussaat nötig.

Eine Steigerung der Stickstoffeffizienz ist durch eine Kombination von Strip Till mit Unterfuß-/Unterflurdüngung möglich. Von Unterfußdüngung spricht man, wenn die Ablagetiefe des Düngers zwischen 5 bis 10 cm liegt. Eine Unterflurdüngung erfolgt dann, wenn der Dünger in 15 bis 20 cm Tiefe abgelegt wird. Durch diese wurzelnahe Platzierung kommt es zu einer verbesserten Nährstoffwirkung.

Bei Untersuchungen zur Durchwurzelung konnte von der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt gezeigt werden, dass der Mais nicht nur den gelockerten Bodenbereich, sondern auch den Reihenzwischenraum durchwurzelt. Je nach eingesetzter Stickstoffform konnte dabei zudem ein Einfluss auf das Wurzelbild nachgewiesen werden.

Depotdüngung mit Ammonium-N führte zu einem höheren Feinwurzelanteil als bei der Harnstoffdüngung. Zudem wurde der Einsatz von Nitrifikationshemmern und Gülle/ Gärsubstart untersucht. Dabei dient der Nitrifikationshemmer dazu die Nitrifikation des pflanzenverfügbaren Ammoniumstickstoff (NH4-N) zu Nitratstickstoff zu unterbinden. Mit Erfolg! Durch den Einsatz kann ein deutlich größerer Anteil des Stickstoffs in der pflanzenverfügbaren Form gehalten werden.

Quelle: top agrar 3/2014 Gülle-Strip Till zu Mais auf Erfolgskurs

 

 

In Versuchen der LWK Niedersachsen in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück konnte zudem durch den Einsatz des Nitrifikationshemmers Piadin ein erheblicher Mehrertrag erzielt werden (siehe Daten in Tabelle).

 
Übersicht 2: Ablage des Gülledepots

Ein weitere wichtige Komponente für das Gelingen des Strip Till Verfahrens ist die Ablagetiefe der Gülle. uebersicht_zwei_ta_orbDiesmuss so gestaltet sein, dass die Keimwurzel das Ammoniumdepot erreichen kann zugleich jedoch nicht durch Salzschäden gefährdet wird.
Besonders wenn vollkommen auf mineralischen Dünger verzichtet wird, ist die exakte Ablage der Gülle wichtig. Ziel ist es die Gülle, genauso wie den mineralischen Dünger nicht weiter wie 7 cm vom Maiskorn entfernt zu legen. Die Oberkante des Gülledepots sollte 7cm vom Maiskorn entfernt sein.

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