Der Status quo der Bienenvölker zur Rapsblüte

 

Die Bienen bauen die Völker aus

Derzeit lässt die Rapsblüte die Landschaften in vielen Regionen Deutschlands mit leuchtend gelben Flicken erstrahlen. Die Bienen haben jetzt, durch die milden Temperaturen im späten Winter, schon hohe Populationen von 30.000 bis 45.000 Insekten pro Volk erreicht. Das erkennt man einerseits an den sehr hohen Nektar- und Polleneinträgen. Andererseits beginnen die Bienen mit dem Bau von Weißelzellen in den Völkern. Weißelzellen sind längliche Brutzellen mit sich entwickelnden zukünftigen Königinnen, die ein Indiz dafür sind, dass das Volk in Schwarmstimmung gekommen ist und sich bald teilen wird. Das Schwärmen ist ein natürlicher Instinkt der Bienen für das Aufrechterhalten der eigenen Genetik. Dazu im Folgenden eine Erläuterung:

Nur eine Königin pro Volk

Bienenkönigin auf Bienenwabe

Jedes Volk hat als „Staatsoberhaupt“ nur eine Königin, welche für das Eierlegen und somit das Aufrechterhalten der Nachkommenschaft verantwortlich ist. Ein Volk will eine neue Königin heranziehen, wenn die bisherige Königin verstorben, zu alt ist oder der Platz im Bienenvolk zu eng wird. Die Entscheidung für das Heranzüchten einer neuen Königin fällen die Arbeiterbienen. Die Basis dazu bildet ein befruchtetes Ei. Aus diesem Ei würde ohne weitere spezielle Pflege der Arbeiterinnen eine Schwester der anderen Bienen hervorgehen. Bei der Entstehung einer neuen Königin wird jedoch das Ei, welches zu einer Larve und später zur Königin heranreift, besonders behandelt. Die Arbeiterbienen versorgen die Larve mit einem besonderen Futter, genannt Gelee´ royale. Dieses spezielle, in den Kopfdrüsen der Arbeiterinnen produzierte Futter lässt die Larve zu einer Königin heranwachsen. In einem Bienenvolk ist es üblich, dass die Arbeiterinnen gleichzeitig mehrere Weißelzellen anlegen, um die Wahrscheinlichkeit des Schlüpfens einer jungen Königin zu erhöhen. Die Königin, welche als erstes schlüpft, begibt sich sofort auf die Suche nach weiteren Weißelzellen mit noch nicht geschlüpften Königinnen und sticht diese in ihren Weißelzellen tot.

Die alte Königin wird von dem Thron gestürzt

Das Schwärmen von Bienenvölkern kommt nun zustande, da die neue Königin die Alte von ihrem „Thron stürzt“. Die alte Königin verlässt den Stock zusammen mit vielen Arbeiterinnen und sucht sich einen neuen Unterschlupf, z.B einen ausgehöhlten Baumstamm. Aus einem haben sich nun zwei Völker gebildet. Der Imker kontrolliert deshalb die Völker regelmäßig auf Weißelzellen, damit das Schwärmen unterbunden werden kann. Bei Befund von Weißelzellen überprüft er als erstes, ob sich noch frische Brut und eine Königin im Volk befinden. Wenn dies nicht der Fall ist, kann er die Weißelzelle ausbrüten lassen und hat so eine neue Königin im Volk. Wenn allerdings noch frische Eier gelegt und somit eine Königin im Stock existiert, dann kann der Imker einen „Ableger“ bilden. Ableger sind künstlich erzeugte neue Jungvölker. Dazu werden aus dem alten Volk einige Brutwaben, z.B. welche mit schon vorhandenen Weißelzellen zusammen mit Arbeiterbienen entnommen und in einem neuen Bienenkasten eingehängt. Bei der Entnahme muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass die alte Königin nicht versehentlich mit in die neue Behausung umzieht.

Das Jungvolk wird zusätzlich mit Futterwaben zur Versorgung bestückt und entwickelt sich bis zum nächsten Frühjahr zu einem vollwertigen Wirtschaftsvolk.

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