Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera)
Herkunft und Ausbreitung
Die Heimatländer des Westlichen Maiswurzelbohrers sind die USA, Kanada und Mittelamerika. Vermutlich durch Flugzeuge wurde er nach Europa eingeschleppt, wo er zuerst 1992 in Belgrad entdeckt wurde. Seitdem breitet er sich stetig aus und ist mittlerweile nach Deutschland angekommen.
Biologie
Der Westliche Maiswurzelboherer gehört zu den Blattkäfern. Er ist ca. 0,5 cm groß, grünlich-gelb gefärbt mit drei dunklen Längsstreifen auf den Deckflügeln. Der Kopf ist schwarz, das Halsschild ockerfarben. Die gelblich weißen Eier sind 0,5 mm groß und daher schwer zu entdecken. Die langgestreckten gelblich-weißen Larven sind weichhäutig und besitzen einen braune Kopfkapsel. Die Drahtwürmer (Larven der Schnellkäfer) sind dagegen größer, eher flach, glänzend gelblich-braun gefärbt und besitzen eine feste Außenhaut.
Es gibt nur eine Generation im Jahr: Im August/September legen die Weibchen etwa 500 Eier in den Boden. Diese überwintern dort. Ab Ende Mai bis Juli entwickeln sich daraus die Larven, die dann die Wurzeln der Maispflanze angreifen. Von Anfang Juli bis August/September dauert die Puppenruhe. Nach der Verpuppung schlüpfen wieder die Käfer und der Kreislauf beginnt von vorne.
Schaden
Der Hauptschaden geht von den Larven aus. Schäden durch geringen Larvenfraß kann die Pflanze noch kompensieren. Ein stärkerer Larvenfraß an den Wurzeln unterbricht die Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanze und verursacht damit eine vorzeitige Notreife. Die Standfestigkeit lässt stark nach, so dass Totallager eintreten kann.
Durch den Käferfraß entstehen Sekundärschäden. Der Käfer ernährt sich von Maispollen und Narbenfäden. Damit werden Befruchtung und Kornausbildung beeinträchtigt.
Nach einigen Jahren ungestörter Entwicklung verursachen die Käfer Schäden von 20% bis 30%, in Extremfällen bis 80%.
Bekämpfung
Bekämpfungsstrategien in Befallsgebieten:
- Fruchtfolge (mind. 2jährige Maisfruchtfolge): Die im Sommer schlüpfenden Larven finden bei Fruchtwechsel in der Regel keine Nahrung und gehen zugrunde.
- Bodenhygiene * Einsatz von Insektiziden (ähnlich schwierig wie beim Maiszünsler, da der Mais kurz vor der Blüte ist)
- Saatgutinkrustierung (bestimmte Saatbeizen reduzieren das Auftreten des Maiswurzelbohrers)













