Biogas
Regenerative Energien sind seit einiger Zeit in aller Munde, da vor allem durch das Biogas eine biologisch und wirtschaftlich sinnvolle alternative Energiequelle erschlossen wurde. Ideale Rahmenbedingungen wurden mit dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) geschaffen, in dem die Einspeisetarife in das Stromnetz selbst für kleinere Anlagen sehr attraktiv sind.
Was ist Biogas?
Biogas entsteht beim anaeroben (unter Luftabschluss stattfindenden) Abbau organischer Substanz durch Bakterien.
Zusammensetzung
Biogas ist ein Gasgemisch aus Methan (50 – 75%), Kohlendioxid (25 – 50 %) und Spurengasen.
„Rohstoffquellen“
Die Vergärung der Gülle stand in der Vergangenheit im Vordergrund. In den letzten Jahren wurden aber vermehrt Co-Fermentate der Biogasanlage beigemischt. Diese verbessern den Wirkungsgrad der Anlage entscheidend.
Gaserträge unterschiedlicher Substrate in m³ Biogas/t Substrat (Auszug dlz, 5/00)
Rindergülle: | ca. 22 |
Schweinegülle | ca. 25 |
Grassilage: | ca. 200 |
Silomais: | ca. 208; CCM: ca. 414 |
Wiesengras: | ca. 95 |
Gerade der Silomais hat sich als Co-Fermentat durchgesetzt, da sowohl sehr hohe Erträge zu erwarten sind, als auch die Mechanisierung kein Problem darstellt. Massenwüchsige Silomaissorten mit etwas späterer Reife (ca. 50 Reifepunkte) haben sich in der Praxis bewährt.
Kriterien für einen Biogas-Mais
- gesicherte Siloreife (ca. 28%)
- Massenwüchsigkeit
- gute Kältetoleranz
- hoher Rohfettgehalt
- hoher Rohproteingehalt
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