Unterfuß-Düngung im Mais
Warum Unterfuß-Düngung (UFD)?
Die Verfügbarkeit von Phosphor ist im kühlen bzw. nassen Frühjahr schlecht, selbst wenn der Vorrat im Boden hoch ist. Der Mais leidet deshalb bei nasskalten Bedingungen und an kompakten, verdichteten Bodenstellen im Frühjahr oft unter P-Mangel, was an blauroten Verfärbungen sichtbar wird. Mit einer schnell verfügbaren, geringen N-Gabe lässt er rascher die schwierige Anfangsentwicklung hinter sich. Auf den Einsatz von UFD lassen sich 3 bis 5% Mehrertrag zurückführen.
Was muss ich tun ?
Bewährt hat sich eine Platzierung 5 cm seitlich und 5 cm unterhalb der Saat. Kommt das „Düngerband“ der Saat zu nah, gibt es Schäden durch Verätzungen. Die Faustregel „5 zur Seite, 5 nach unten“ kann aber in manchen Situationen noch optimiert werden, denn gerade in leichten Böden wächst die Maiswurzel gerne am Band entlang – und vergisst ein wenig, in die Tiefe zu gehen. Daher lautet ein Tipp, bei leichten, zur Sommertrockenheit neigenden Böden, die UFD-Ablage auch ein paar Zentimeter tiefer einzustellen, sofern dies technisch möglich ist. Die Maiswurzel befindet sich dann von Anfang an in einer günstigeren Zone und wird von einer rasch abnehmenden Bodenfeuchte nicht zu sehr trocken gelegt.
Welche Düngerform ?
Die gängige Düngerform ist DAP (18/46) mit 1 bis 2 dt/ha. Eine breite Palette anderer NP-Formen (Kemistar NP 20/15) steht zur Verfügung. KAS (27%N) wird nur selten als UFD genutzt, z.B. wenn zuviel P (Gülle) im Boden vorliegt. Normalerweise ist phosphathaltiger UFD dem KAS überlegen, jedoch sollte auf Flächen mit sehr hohem P-Versorgungsgrad eher eine N-betonte Düngerform bevorzugt werden (z.B. 24/12). Etwa 90% des Dünger-P müssen in wasserlöslicher und damit direkt aufnehmbarer Form vorliegen, hier lohnt sich genaues Nachfragen. Kalkstickstoff (19,8%N) wird selten eingesetzt; als UFD wird ihm des öfteren eine leichte abschreckende Wirkung auf Wildschweine bescheinigt.











